Archiv für die Kategorie 'Alternativer Nobelpreis'

In Stockholm wurden am 22. September 2016 zwei Persönlichkeiten, zwei Hilfsorgansationen und eine Zeitung mit dem Alternativen Nobelpreis 2016 – dem Right Livelihood Award – ausgezeichnet.

„Die diesjährigen Preisträger nehmen sich unserer drängendsten Herausforderungen an – sei es Krieg, Rede- und Pressefreiheit, Frauenrechte oder die Notlage von Geflüchteten und Migranten. Mit den diesjährigen Awards zeichnen wir nicht nur ihren Mut, ihr Mitgefühl und ihr Engagenent aus; wir zeichnen auch den Erfolg ihrer Arbeit aus und den konkreten Unterschied, den sie in der Welt machen – allen Widrigkeiten zum Trotz“. (Ole von Uexküll)

Die Preisträger sind 2016:

Die Hilfsorganisation Die Weißhelme – Syria Civil Defence (The White Helmets) werden ausgezeichnet

für ihren herausragenden Mut, ihr Mitgefühl und humanitäres Engagement bei der Rettung von Zivilisten im Syrischen Bürgerkrieg„.

Bei den Weißhelmen handelt es sich um über 3.000 Freiwillige aus verschiedenen Initiativen und Berufen, die seit 2013 ihr Leben riskieren, um im Syrischen Bürgerkrieg Menschen aus den Trümmern kriegszerstörter Häuser zu retten. (Website siehe unten)

Die ägyptische Frauenrechtlerin Mozn Hassan (*1979) und die von ihr 2007 begründete Organisation Nazra für feministische Studien werden mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet

„für ihren Einsatz für die Gleichstellung und die Rechte von Frauen unter Umständen von anhaltender Gewalt, Missbrauch und Diskriminierung“.

(Website siehe unten)

Die russische Menschenrechtlerin Swetlana Gannuschkina (*1943) wird ausgezeichnet

für ihr jahrzehntelanges Engagement für Menschenrechte und Gerechtigkeit für Geflüchtete und Migranten sowie für die Förderung von Toleranz zwischen verschiendenen ethnischen Gruppen„.

Svetlana Gannushkina 2009 auf der Runion Konferenz in Spanien (Bild: Paul Rios)

Svetlana Gannushkina 2009 auf der Reunion Konferenz in Spanien (Bild: Paul Rios)

Die von Gannuschkina begründete und geleitete Organisation Civic Assistance Committee unterstützt und hilft bereits seit 1990 Tauenden Migranten in Russland. Gannuschkina wurde 2003 mit dem Menschrechtspreis der deutschen Sektion von Amnesty International ausgezeichnet. (Website siehe unten)

Die türkische Zeitung Cumhuriyet (gegründet 1924) erhält den Preis

für ihren unerschrockenen investigativen Journalismus  und ihr bedingungsloses Bekenntnis zur Meinungsfreiheit trotz Unterdrückung, Zensur, Gefängnis und Morddrohungen„.

(Website siehe unten)

Das unter den vier Preisträgern geteilte Preisgeld beträgt 2016 insgesamt 3 Mio Schwedischen Kronen (ca. 315.000 €). Der Alternative Nobelpreis wird von der Stiftung Right Livelihood Foundation, die 1980 von Jakob von Uexküll gegründet wurde, vergeben. Hier steht der Artikel zum Alternativen Nobelpreis 2015.

Weitere Weblinks:

Die Weißhelme – The White Helmets

Nazra für feministische Studien – Nazra.org

Civic Assistance Committe

http://www.cumhuriyet.com.tr/

Aktueller Pressetext 2015 der Right Livelihood Foundation

http://www.rightlivelihood.org/the_founder.html – Informationen über den Gründer des Alternativen Nobelpreises Jakob von Uexküll

Casanova und Leipzig

In Stockholm wurden am 01. Oktober 2015 vier Persönlichkeiten und das gesamte Volk der Marshallinseln mit dem Alternativen Nobelpreis 2015 – dem Right Livelihood Award – ausgezeichnet. Die Preisträger sind 2015:

Tony de Brum und das Volk der Marshallinseln werden mit dem undotierten Ehrenpreis des Alternativen Nobelpreises ausgezeichnet „in Anerkennung ihrer Vision und ihres Mutes, mit rechtlichen Mitteln gegen die Atommächte vorzugehen, weil diese ihren Abrüstungsverpflichtungen aus dem Atomwaffensperrvertrag nicht nachkommen„.

Tony de Brum (*1945) hatte als Jugendlicher selbst die Atomwaffentests der USA auf den Marshallinseln erlebt. Heute ist er der Außenminister der Marshallinseln und reichte 2014 vor dem Internationalen Gerichtshof Klage gegen die neun Atommächte wegen Nichteinhaltung des Atomwaffensperrvertrages ein. Zuvor engagierte er sich im Klimaschutz für die Pazifikinseln (Majuro-Deklaration 2013).

Sheila Watt-Cloutier (*1953) (Kanada) wird mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet „für ihren lebenslangen Einsatz für die Rechte der Inuit und den Erhalt ihrer Lebensgrundlage und Kultur, die vom Klimawandel akut bedroht sind„. Sie war auch Vorsitzende des Inuit Circumpolar Council.

Sheila Watt-Cloutier, Bild: The SilentPhotographer (wikipedia)

Sheila Watt-Cloutier, Bild: The SilentPhotographer (wikipedia)

Kasha Jaqueline Nabagesera (*1980) (Uganda) wird mit dem Alternativen Nobelpreis geehrt, „weil sie sich trotz unerträglicher Einschüchterung und Gewalt mit Mut und Hartnäckigkeit für das Recht von Lesebn, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen auf ein leben ohne Vorurteile und Verfolgung einsetzt“. Die ungandische Menschrechtsaktivistin zählt mit ihrem Engagement zu den mutigsten Aktivistinnen auf der Welt, Nagagesera gründete dafür die Organisation Freedom and Roam Uganda.

Gino Strada (*1948) (Italien) erhält den Preis „für die Schaffung hervorragender medizinischer und chirurgischer Nothilfe für die Opfer von Konflikt und Ungerechtigkeit und für seinen furchtlosen Einsatz gegen die Ursachen von Krieg„. Der italienische Arzt und Friedensaktivist gründete dafür die Organisation Emergency.

Gino Strada (2002), Bild: Drahreg01 (wikipedia)

Gino Strada (2002), Bild: Drahreg01 (wikipedia)

Das Preisgeld beträgt 2015 insgesamt (ausgenommen der Ehrenpreis) 3 Mio Schwedischen Kronen (ca. 320.000 €). Der Alternative Nobelpreis wird von der Stiftung Right Livelihood Foundation, die 1980 von Jakob von Uexküll gegründet wurde, vergeben. Hier steht der Artikel zum Alternativen Nobelpreis 2014.

Weitere Weblinks:

Aktueller Pressetext 2015 der Right Livelihood Foundation

http://www.rightlivelihood.org/ Homepage der Right Livelihood Foundation

http://www.rightlivelihood.org/the_founder.html – Informationen über den Gründer des Alternativen Nobelpreises Jakob von Uexküll

In Stockholm wurden am 25. September 2014 fünf Persönlichkeiten mit dem Alternativen Nobelpreis 2014 – dem Right Livelihood Award – ausgezeichnet. Die Preisträger sind 2014:

Edward Snowden (USA) wird mit dem Ehrenpreis des Alternativen Nobelpreises ausgezeichnet „für den Mut und das Geschick bei der Aufdeckung des beispielllosen Ausmaßes an staatlicher Überwachung, die grundlegende demokratische Prozesse und wichtigste Verfassungsgrundsätze verletzt„.

Snowden-Plakat an einer Wand (Foto: A.Bach, Berlin)

Snowden-Plakat an einer Wand (Foto: A.Bach, Berlin)

Edward Snowden (*1983) war als Computerfachmann Mitarbeiter US-amerikanischer Geheimdienste, zunächst bei der CIA, dann bei der NSA. Im Jahr 2013 entschloss sich Snowden, die für die Menschheit hochgefährliche, demokratiefeindliche und menschenrechtswidrige Überwachung unbescholtener Bürger durch amerikanische und britische Geheimdienste zu veröffentlichen. Dazu kontaktierte er Journalisten der Washington Post und des englischen Guardian und traf sich im Mai 2013 in Hongkong mit den Guardian-Journalisten Glenn Greenwald und Ewan MacAskill sowie der Filmemacherin Laura Poitras. Seitdem werden in Etappen Enthüllungen über die bis dahin völlig unvorstellbare Dimension der Überwachung der Bürger durch staatliche Geheimdienste veröffentlicht. Snowden lebt seitdem im Exil in Moskau. Pressemitteilung des Right Livilihood Award zu Snowden.
Charles Alan Rusbridger (*1953) (GB) teilt sich den Ehrenpreis des Alternativen Nobelpreises mit Edward Snowden. Rusbridger ist Herausgeber der Zeitung „The Guardian“, den Alternativen Nobelpreis bekommt er für den Aufbau einer digital und global agierenden Medienorganisation, die sich einem verantwortlichen Journalismus verpflichtet sieht und unerschrocken gegenüber Druck von Konzernen und Staaten auftritt. Pressemitteilung des Right Livilihood Award zu Rusbridger.

Die drei weiteren mit dem Preisgeld bedachten Preisträger des Alternativen Nobelpreises sind:

Asma Jahangir (Pakistan), wird „für ihren unermüdlichen Einsatz für die Verteidigung, den Schutz und die Förderung der Menschenrechte in Pakistan unter schwierigsten Bedingungen und unter hohem persönlichem Risiko“ mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Jahangir (*1952) arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich als Menschenrechtsanwältin in Pakistan und begründete hier auch eine bedeutende Organisation für Rechtshilfe. Pressemitteilung des Right Livilihood Award zu Jahhangir.

Basil Fernando (Hongkong) wird ebenfalls für seine unermüdliche Arbeit an der Stärkung der Menschenrechte in Asien mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Hier setzt sich der Menschenrechtler bereits seit 30 Jahren für dieses Ziel ein. Basis Fernando (*1944) ist ausgebildeter Jurist und war viele Jahre der Leiter der Asian Human Rights Commission. Pressemitteilung zu Fernando.

Bill McKibben (USA) gelang es, große Aufmerksamkeit für den globalen Klimawandel zu erzeugen, insbesondere in den USA. Dafür wird McKibben mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. McKibben (*1960) gründete dazu die Organsiation 350.org. Pressemitteilung zu McKibben.

Das Preisgeld beträgt 2014 insgesamt ca. 165.000 €. Der Alternative Nobelpreis wird von der Stiftung Right Livelihood Foundation, die 1980 von Jakob von Uexküll gegründet wurde, vergeben. Hier steht der Artikel zum Alternativen Nobelpreis 2012.

Weitere Weblinks:

http://www.rightlivelihood.org/ Homepage der Right Livelihood Foundation

http://www.rightlivelihood.org/the_founder.html – Informationen über den Gründer des Alternativen Nobelpreises Jakob von Uexküll

Stockholm, 26. September 2013

Dieses Jahr wurden vier Persönlichkeiten mit dem Alternativen Nobelpreis 2013 – dem Right Livelihood Award – ausgezeichnet. Das Preisgeld beträgt insgesamt ca. 230.000 € und wurde gleichmäßig geteilt. Die Preisträger sind 2013:

PAUL WALKER (USA), er erhält den Alternativen Nobelpreisfür seinen unermüdlichen Einsatz, um die Welt von chemischen Waffen zu befreien„.
Dr. Paul Walker (*1946, USA) war während des Vietnam-Krieges in der US-Armee zuständig für die Beobachtung der Aktivitäten russischer Geheimdienste. Er hat die Armee 1971 verlassen, ging anschließend wieder an die Universität und promovierte 1978 am MIT (Massachusetts Institute of Technology) in Politikwissenschaften. Auch aus der Kriegserfahrung in Vietnam sieht Walker für sich die Verpflichtung im Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit. Seit den 1990iger Jahren arbeitet Walker für die Kontrolle und Reduktion von Beständen an Chemiewaffen in verschiedenen Ländern. In seinem Einsatz für die Vernichtung und für ein Verbot von Chemiewaffen schaffte es Walker immer wieder Regierungen, Nichtregierungs-Organisationen (NGO’s), Think Tanks und Bürgerrechtsgruppen an einen Tisch zu bekommen. Sein unermüdlicher Einsatz führte inzwischen schon zur „freiwilligen“ Vernichtung vieler Tausend Tonnen an Chemiewaffen. Walker wurde bereits vielfach für sein Engagement gegen Chemiewaffen ausgezeichnet.

RAJI SOURANI (Palästina). Sourani wurde „für sein beharrliches Engagement für Menschenrechte und Rechtstaatlichkeit unter extrem schwierigen Bedingungen“ ausgezeichnet.
Raji Sourani (*1953 in Gaza) studierte an Universitäten in Beirut und Alexandria Rechtswissenschaften. Nach dem Studium gründete er eine eigene Kanzlei und spezialisierte sich auf Menschrechte. In zahlreichen Prozessen hat Sourani sich für die Rechte von Palästinensern vor israelischen Militärgrerichten eingesetzt und von allen Seiten hohe Anerkennung erfahren. Zwischenzeitlich wurde er in Palestina aus politischen Gründen inhaftiert. Sourani gründete das Palästinensische Zentrum für Menschrechte (PCHR) und unterstützt heute u.a. syrische Anwälte und Aktivisten bei der Beobachtung von Menschenrechtsverletzungen. Der Menschenrechtsaktivist Sourani erfuhr bereits zahlreiche internationale Ehrungen.

DENIS MUKWEGE (Dem. Republik Kongo). Denis Mukwege wird „für seine langjährige Arbeit, Frauen, die sexuelle Kriegsgewalt überlebt haben, zu heilen, und für seinen Mut, die Ursachen und Verantwortlichen zu benennen“ ausgezeichnet.

Bild von Wikipedia

Dr. Denis Mukwege

Dr. Denis Mukwege (*1955 im Gebiet des heutigen Kongo) begann in Burundi mit dem Medizinstudium, das er in Frankreich als Gynäkologe abschloss. Er gründete das berühmte Panzi-Hospital. Im kongolesischen Bürgerkrieg wurde Mukwege Zeuge brutalster Vergewaltigungen mit schwersten Körperverletzungen. Unter schwierigen Bedingungen kümmert sich Mukwege seitdem medizinisch um die Opfer kriegsbedingter sexueller Gewalt. Dabei benennt Mukwege auch die Verantwortlichen und überlebt einen auf ihn verübten Mordanschlag. Mukwege wurde bereits u.a. mit dem UN-Menschenrechtspreis (2008) und dem Olaf-Palme-Preis (2009) ausgezeichnet.

HANS R. HERREN und die STIFTUNG BIOVISION (Schweiz). Hans R. Herren und seine Stiftung Biovision werden mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet, „weil er mit wissenschaftlicher Expertise und bahnbrechender praktischer Arbeit einer gesunden, sicheren und nachhaltigen globalen Nahrungsversorgung den Weg bahnt„.
Dr. Hans Rudolf Herren (*1947, Schweiz) studierte Insektenkunde (Entomologie) an der ETH Zürich und ging nach der Promotion an die kalifornische Universität in Berkeley. Herren setzt sich seitdem international für eine ökologisch nachhaltige, biologische Schädlingsbekämpfung im Kampf gegen Hunger und Armut ein. Berühmt wurde er im erfolgreichen Kampf gegen die Schmierläuse, die das afrikanische Grundnahrungsmittel Maniok bedrohten. Auch deswegen konnte eine große Hungersnot verhindert werden. 1998 gründet er die Stiftung Biovision. Hans Herren wurde zuvor bereits für sein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Engagement mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet.

Der Alternative Nobelpreis wird von der Stiftung Right Livelihood Foundation, die 1980 von Jakob von Uexküll gegründet wurde, vergeben. Hier steht der Artikel zum Alternativen Nobelpreis 2012.

Weitere Weblinks:

http://www.rightlivelihood.org/fileadmin/Files/PDF/Press_releases/2013/DE_pr_26September2013_01.pdf (offizielle Pressemitteilung Alternativen Nobelpreis 2013 der Right Livelihood Foundation)

http://www.rightlivelihood.org/the_founder.html – Informationen über den Gründer des Alternativen Nobelpreises Jakob von Uexküll

Stockholm, 27. September 2012

Heute wurden wieder 3 Personen und eine Organisation mit dem Alternativen Nobelpreis – dem Right Livelihood Award – für das Jahr 2012 ausgezeichnet. Der Preis besteht aus einem Ehrenpreis (dieses Jahr an Hayrettin Karaca) und 3 Geldpreisen (an Sima Samar, Gene Sharp und die Organisation Campaign Against Arms Trade), für jeden Preisträger dotiert mit einer Preisgeldsumme von 150.000 EUR. Dies ist mit insgesamt 450.000 EUR bisher die höchste Preisgeldsumme für den Alternativen Nobelpreis, sie wird aus Spenden bereitgestellt. Die Preisträger sind:

HAYRETTIN KARACA (Türkei). Der Textilfabrikant Karaca (*1922) erhält den Ehrenpreis des Alternativen Nobelpreises für seinen lebenslangen und unermüdlichen Einsatz für den Schutz der Umwelt. Herr Karaca ist gewissermaßen das Urgestein des Umweltschutzes in der Türkei.

SIMA SAMAR (Afghanistan).

Dr. Sima Samar

Dr. Sima Samar

Die Ärztin Simar Samar (*1957) wird ausgezeichnet für ihren ausdauernden und couragierten Einsatz für die Menschrechte und insbesondere für die Rechte der Frauen in einer der schwierigsten und gefährlichsten Regionen der Welt, in Afghanistan.

GENE SHARP (USA). Der in Harvard ausgebildete Soziologe und Politologe Sharp (*1928) gilt als einer der wenigen Experten auf dem Gebiet der gewaltfreien Konfliktlösung, er wird zuweilen auch gerne als Machiavelli der Gewaltfreiheit bezeichnet. Sharp wird ausgezeichnet für die Entwicklung und Formulierung von Grundprinzipien und Strategien für den gewaltfreien Widerstand und deren praktische Nutzung bei Prozessen zur Konfliktlösung in der ganzen Welt.

CAMPAIGN AGAINST ARMS TRADE (Großbritannien). Die Organisation Campaign Against Arms Trade (CAAT) setzt sich seit 1974 gegen den internationalen Waffenhandel ein. Die CAAT wird für ihre innovativen und effektiven Methoden der Kampagnenführung gegen den Waffenhandel ausgezeichnet.

Der Alternative Nobelpreis wird von der Stiftung Right Livelihood Foundation, die 1980 von Jakob von Uexküll gegründet wurde, vergeben. Hier steht der Artikel zum Alternativen Nobelpreis 2011.

Weitere Weblinks:

http://www.rightlivelihood.org/summary_german.html (offizielle Seite der Stiftung für den Alternativen Nobelpreis, Right Livelihood Foundation)

http://www.rightlivelihood.org/award_interviewjakob.html Interview mit Jakob von Uexküll

Stockholm, 29. September 2011

Heute wurden wieder 4 Personen mit dem Alternativen Nobelpreis – dem Right Livelihood Award – für das Jahr 2011 ausgezeichnet. Der Preis ist dieses Jahr mit 150.000 EUR dotiert. Die Preisträger sind:

Huang Ming aus China. Ming erhält den Ehrenpreis des Alternativen Nobelpreises für seinen außergewöhnlichen und jahrzehntelangen Einsatz für die Entwicklung der Solarenergie in China als einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Probleme aus dem Klimawandel. Hunag Ming engagiert sich in China seit vielen Jahren als  erfolgreicher und durchsetzungsstarker Unternehmer auf dem Gebiet der regenerativen Energien und insbesondere der Solarenergie. Ming glaubt, dass China ab 2060 ganz auf fossile Energieträger verzichten kann. Ming ist der erste Chinese der mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wird.

Jacqueline Moudeina (Tschad) ist eine Menschenrechtsaktivistin und Anwältin. Moudeina wird für ihren unermüdlichen und mit hohem persönlichen Risiko verbundenen Einsatz für die Menschen, die unter der früheren Diktatur unter Hassèn Habré im Tschad gelitten haben, ausgezeichnet. Es gelingt Moudeina auch immer wieder mehr Aufmerksamkeit auf Menschrechtsverletzungen in Afrika zu ziehen.

GRAIN (international), das weltweit agierende Hilfswerk für kleine landwirtschaftliche Betriebe mit Sitz in Spanien wird u.a. für seinen Einsatz gegen den Aufkauf von Bauernland in Entwicklungsländern durch Konzerne mit ausländischen Finanzinteressen ausgezeichnet.

Ina May Gaskin (USA) ist die „berühmteste Hebamme der Welt“. Gaskin wird für ihr lebenslanges Engagement in der Ausbildung und Bewerbung von Geburtsmethoden, die die Mutter und das Kind besonders im Blick haben, ausgezeichnet.

Der Alternative Nobelpreis wird von der Stiftung Right Livelihood Foundation, die 1980 von Jakob von Uexküll gegründet wurde, vergeben. Hier steht der Artikel zum Alternativen Nobelpreis 2010.

Weitere Weblinks:

http://www.rightlivelihood.org/summary_german.html (offizielle Seite der Stiftung für den Alternativen Nobelpreis, Right Livelihood Foundation)

http://www.rightlivelihood.org/award_interviewjakob.html Interview mit Jakob von Uexküll

Stockholm, 6. Dezember 2010
Heute werden die Alternativen Nobelpreise von der Stiftung Right Livelihood Foundation in Stockholm übergeben. Empfänger sind der nigerianische Umwelt- und Menschrechtsaktivist NNIMMO BASSEY , der brasilianische Umwelt- und Menschrechtsaktivist ERWIN KRÄUTLER , die nepalesische Ökonomin und Menschenechtlerin SHRIKRISHNA UPADHYAY mit der Organisation SAPPROS sowie die Organisation PHYSICIANS FOR HUMAN RIGHTS-ISRAEL, die sich in Israel für eine bessere Gesundheitsversorgung für alle Menschen einsetzt.

Siehe auch Artikel zur Bekanntgabe des Alternatives Nobelpreises 2010.

Weblinks:

http://www.rightlivelihood.org/summary_german.html (offizielle Seite der Stiftung für den Alternativen Nobelpreis, Right Livelihood Foundation)

Mit dem Right Livelihood Award bzw. mit dem Alternativen Nobelpreis werden dieses Jahr vier Empfänger ausgezeichnet (3 Personen und eine Organisation), die das Preisgeld über 200.000 EUR teilen:

NNIMMO BASSEY (Nigeria) ist ein bekannter Umweltaktivist, er wird für für seine Enthüllungen zu den ökologischen und menschlichen Katastrophen, die durch die Ölförderung in Nigeria ausgelöst werden, sowie für seinen Einsatz für mehr Umweltbewußtsein in Nigeria und darüber hinaus ausgezeichnet.

Bischof ERWIN KRÄUTLER (Brasilien) ist ein katholische Bischof aus Österreich, der für seinen lebenslangen Einsatz für die Menschrechte der Indianer Brasiliens sowie seinen Einsatz gegen die Zerstörung der Urwälder im Amazonas-Gebiet ausgezeichnet wird.

SHRIKRISHNA UPADHYAY und die Organisation SAPPROS (Nepal), Upadhyay ist eine Ökonomin und Menschenrechtlerin, sie und ihre Organsiation werden ausgezeichnet für den jahrelangen öffentlichen Einsatz für eine bessere Entwicklung und den Abbau der Armut in Nepal trotz unsicherer politischer Verhältnisse und trotz gegen sie gerichteter Drohungen mit Gewalt.

Die Organisation PHYSICIANS FOR HUMAN RIGHTS-ISRAEL (Israel), auf deutsch die Organisation „Mediziner für Menschrechte-Israel“, sie wird als gesamte Organisation ausgezeichnet für ihren Einsatz auf das Recht auf Gesundheit für alle Menschen in Israel, für Palästinenser und Israelis.

Der Alternative Nobelpreis wird von der Stiftung Right Livelihood Foundation, die 1980 von Jakob von Uexküll gegründet wurde, vergeben.

Weitere Weblinks:

http://www.rightlivelihood.org/summary_german.html (offizielle Seite der Stiftung für den Alternativen Nobelpreis, Right Livelihood Foundation)