Der Friedensnobelpreis 2016

Der Friedensnobelpreis 2015 geht an den kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos (*1951) für seine intensiven Bemühungen zur Beendigung des seit 50 Jahren andauernden Bürgerkriegs in Kolumbien.

Juan Manuel Santos (*1951) entstammt einer politisch und wirtschaftlich sehr einflussreichen Familie in Kolumbien. 2007 wurde der Politiker Santos zum Verteidigungsminister ernannt. In dieser Funktion konzentrierte er sich auf den Kampf gegen die FARC-Rebellen. Die FARC (Fuerzas Armadas Revolutionarias de Columbia) sieht sich als marxistische Volksarmee im revolutionären Kampf gegen die Regierung und gegen den Kapitalismus in Kolumbien. Dieser Guerillakrieg begann 1964 und auf sein Konto gingen bis heute über 220.000 Tote und millionenfache Vertreibung. Santos kann als Verteidigungsminister mit militärischen Aktionen die FARC schwächen. Im Jahr 2010 wurde Santos zum Präsidenten Kolumbiens gewählt. Im Sommer 2016 gelang ihm nach langjährigen und zähen Verhandlungen die Erreichung eines Friedensabkommens mit der FARC. Dieses Abkommen wurde jedoch kurz darauf in einer Volksabstimmung mit knapper Mehrheit abgelehnt. Nichts desto trotz setzt sich Santos weiter für das Friedensabkommen mit der FARC ein. Das Kommittee für den Friedensnobelpreis in Oslo hat sich offensichtlich “kurzfristig” für die Preisvergabe an Santos entschieden, um damit die Durchsetzung des Friedensabkommens zu unterstützen..

Casanova und Leipzig

Die Preisübergabe erfolgt im Rahmen einer großen Feier am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels.

Weblink (mit Bildern):
http://nobelprize.org/nobel_prizes/peace/laureates/2016/(Seite der Nobelstiftung)

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