Der Literaturnobelpreis 2000 geht an Gao Xingjian für sein schriftstellerisches Gesamtwerk. In der Begründung für diese höchste Auszeichnung wird die „universale Gütigkeit, bittere Einsicht und sprachlicher Sinnreichtum” hervorgehoben
Der chinesische Schriftsteller Gao Xingjian (*1940 in Ganzhou, Jiangxi, China) lebt seit 1987 in Frankreich. Gao, dessen Mutter Schauspielerin war, interessiert sich schon früh für Kunst, Theater und Literatur. Nach seinem Studium der französischen Literatur in Peking wurde der junge Gao während der chinesischen Kulturrevolution unter Mao auf die kommunistische Ideologie eingeschworen. In seinen Büchern und Theaterstücken erzählt Gao aus dem China der Kulturrevolution, das dabei einen dramatischen gesellschaftlichen Wandel erlebt. Anfang der 1980iger Jahre werden seine Stücke teilweise verboten, Gao geht nach Frankreich. Das Massaker an Studenten von 1989 auf dem „Platz des Himmlischen Friedens“ in Peking wird von ihm, der inzwischen schon in Frankreich lebt, öffentlich scharf kritisiert, Gao löst sich endgültig vom chinesischen Kommunismus.
Werke, Prosa: (eine Auswahl, deutsche Titel, in Klammern: Erscheinungsjahr in Deutschland): Auf dem Meer (2000), Der Berg der Seele (2003), Das Buch eines einsamen Menschen (2006), Die Angel meines Großvaters (2008).
Weblinks (mit Bildern):
http://nobelprize.org/nobel_prizes/literature/laureates/2000/ (Seite der Nobelstiftung)
http://nobelprize.org/nobel_prizes/literature/laureates/2000/gao-lecture-e.html (Nobelvortrag von Gao bei der Nobelstiftung)
http://www.perlentaucher.de/autoren/7167/_Gao_Xingjian.html (Rezensionen auf perlentaucher.de)