Mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 2008 wird Paul Krugman für „seine Analysen der Handelsmuster und Räume wirtschaftlicher Aktivität“ ausgezeichnet.
Der amerikanische Volkswirt Paul Krugman (*1953 in New York City) ist einer der öffentlich bekanntesten Wirtschaftswissenschaftler und hat den Status eines Popstars in Ökonomie. Er entstammt einer Familie aus der oberen Mittelschicht. Nach Abschluss des Studiums der Volkswirtschaften an den renommierten Universitäten Yale in New Haven (Connecticut) sowie am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge (Mass.) lehrt und forscht Krugman später an der Stanford University (Kalifornien) und seit 2000 als Professor in Princeton (New Jersey).
Krugmans Spezialgebiet ist die Außenwirtschaftslehre, er entwickelt auf diesem Gebiet neue, differenziertere Ansichten, die unter dem Ausdruck „Neue Ökonomische Geografie“ bekannt sind. In Wirtschaftsfragen berät Krugmann die US-Präsidenten Ronald Reagon und Bill Clinton, darüber hinaus ist er publizistisch außerordentlich aktiv, so erscheinen von ihm neben Sachbüchern regelmäßig Kolumnen in der New York Times (s.u. Link zur Krugman-Seite). Krugmann mischt sich spätestens seit der Finanzkrise 2008 auch in die europäische Finanzpolitik ein, dabei kritisert er u.a. insbesondere auch die restriktive deutsche Sparpolitik.
Werke: (Auswahl, ggf. deutsche Titel, dann in Klammern: englische Titel, Erscheinungsdatum): Geography and Trade (1991), Volkswirtschaftslehre (Economics, 2005) oder Die neue Weltwirtschaftskrise (The Return of Depression Economics and the Crisis of 2008, 2008)
Weblinks (mit Bildern):
http://nobelprize.org/nobel_prizes/economics/laureates/2008/ (Seite der Nobelstiftung)
http://nobelprize.org/nobel_prizes/economics/laureates/2008/press.html (Pressemeldung der Nobelstiftung)
http://www.pkarchive.org/ („inoffizielle“ Seite von Paul Krugman)