Archiv für das Tag 'Friedensnobelpreis 2009'

Mit dem Friedensnobelpreis 2007 werden Al Gore und als Organisation der Weltklimarat (IPCC) insbesondere für ihre Bemühungen, ein besseres Verständnis für die von Menschen verursachten Klimaveränderungen zu entwickeln, ausgezeichnet.

Der US-amerikanische Politiker Albert („Al“) Arnold Gore (*1948 in Washingten D.C.) ist von 1993 bis 2001 unter der Regierung Bill Clinton dessen Vizepräsident. Spektakulär verläuft Gores eigener Antritt als Präsidentschaftskandidat gegen George Bush: Bei der Wahl im Dezember 2000 unterliegt Gore, obwohl er eine halbe Millionen Stimmen mehr für sich verbuchen kann als Bush. Der Grund dafür liegt letztlich im US-Wahlsystem, dennoch ziehen sich die Auseinandersetzungen um Bushs merkwürdigen Wahlsieg lange hin.
Gores Vater war bereits Senator im US-Bundesstaat Tennessee, und so geht Gore Jr. nach Teilnahme am Vietnamkrieg und nach einem nicht abgeschlossenen Universitätsstudium Mitte der 1970iger Jahre für die Demokratische Partei ebenfalls in die Politik. Gore engagiert sich als Politiker und persönlich insbesondere für den Umwelt- und Klimaschutz, er hält dazu zahlreiche Vorträge und gründet auch eine Allianz zum Klimaschutz. Darüber hinaus ist er als Berater, Fondbeteiligter und Investor bei verschiedenen Technologieunternehmen aktiv, dies gilt auch für den noch recht neuen Bereich des Emissionshandels. Diese finanziellen Engagements Gores werden allerdings von verschiednen Seiten auch kritisch beurteilt. Skeptiker der Klimaerwärmung spötteln übrigens zuweilen und so wird ein meteorologischer Gore-Effekt kolportiert, der für heftige Kälteeinbrüche bei Konferenzen zur Klimaerwärmung verantwortlich sei (s.u. Wikipedia-Link)
Der Weltklimarat, kurz IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), wird 1988 von der UN-Umweltorganisation (UNEP) und der Weltorgansiation für Meteorologie ins Leben gerufen. Ausgangspunkt ist die von Seiten der Wissenschaften prognostizierte Globale Erwärmung, für die der Weltklimarat in internationaler Zusammenarbeit Strategien entwirft, um die Klimaveränderung einzudämmen bzw. um Möglichkeiten der Anpassung an diese Veränderungen zu erörtern. Der Weltklimarat liefert regelmäßig Sachstandsberichte für die Weltklimakonferenzen, auf welchen die internationalen Entscheidungsträger aus Politik und weiteren Organisationen zusammentreffen.

Weblinks (mit Bildern):
http://nobelprize.org/nobel_prizes/peace/laureates/2007/ (Seite der Nobelstiftung)
http://nobelprize.org/nobel_prizes/peace/laureates/2007/press.html (Pressemeldung der Nobelstiftung)
http://de.wikipedia.org/wiki/Gore-Effekt (zum Gore-Effekt)
http://www.ipcc.ch/ (Seite des Weltklimarats)

Der Friedensnobelpreis 2009 geht an Barack Obama, der damit u.a. für „seine Bemühungen zur Stärkung der internationalen Diplomatie“ ausgezeichnet wird.

Der 44. Präsident der USA Barack Hussein Obama (*1961 in Honolulu, Hawaii, USA) zeichnet sich während des Wahlkampfes 2007-2008 als Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei durch sein charismatisches Auftreten aus. Sein Wahlkampf wird durch inzwischen berühmt gewordene Slogans we Change und Yes we can geprägt (s.u. Video-Link zur Wahlkampfrede in New Hampshire).
Obamas Vater stammt aus Kenia, seine Mutter ist Amerikanerin, damit ist Obama der erste afroamerikanische Präseident der USA, womit insbesondere bei der afroamerikanischen Bevölkerung viele Hoffnungen auf bessere soziale Chancen in den USA verknüft sind.
Obama studiert zunächst Politikwissenschaften und beendet sein Studium der Rechtswissenschaften an der renommierten Harvard Law School in Cambridge (Massachusetts). Seine politische Laufbahn beginnt für die Demokraten in Chicago, 1996 wird er in den Senat von Illinois gewählt. Sein politisches Wirken zeichnet sich durch sein Engagement für die sozial schlechter gestellte Bevölkerung und für die Rechte der Minderheiten aus. Ein ganz besonderes Anliegen Obamas ist die Einführung einer Krankenversicheung, die für jeden zugänglich ist. Er wird von der Demokratischen Partei 2007 zu ihrem Präsidentschaftskandidaten gewählt.
Obama zieht im Januar 2009 mit seiner ebenfalls charismatischen Frau Michelle Obama und ihren Kindern ins Weiße Haus. Als 44. US-Präsident setzt sich Obama zunächst mit massiven Subventionen für die Lösung der Finanzkrise ein, er wirbt für die Einführung einer allgemein, d.h. auch für Arme zugänglichen Krankenversicherung und die Förderung umweltfreundlicher Energieerzeugung in den USA. Außenpolitisch visiert Obama u.a. den vollständigen Truppenrückzug aus dem Irak und die im Wahlkampf versprochene Auflösung des rechtswidrigen Sondergefängnisses in Guantanamo an.

Senatsmitglieder Barack Öbama (rechts) mit Richard Luger (links) 2008 bei einem Besuch in Russland

Senatsmitglieder Barack Obama (rechts) mit Richard Luger (links) 2008 bei einem Besuch in Russland

Video: Rede des Präsidentschaftskandidaten Obama in Nashua, New Hampshire auf youtube

Weblinks (mit Bildern):
http://nobelprize.org/nobel_prizes/peace/laureates/2009/ (Seite der Nobelstiftung)
http://nobelprize.org/nobel_prizes/peace/laureates/2009/obama-lecture_en.html (Nobelvortrag von Obama bei der Nobelstiftung)