Mit dem Nobelpreis für Physik 2007 wurden Albert Fert und Peter Grünberg für ihre Entdeckung des Riesenmagnetwiderstands ausgezeichnet.
Der französische Physiker Albert Fert (*1938 in Carcassonne, Frankreich), Professor an der Universität Paris-Süd, und der deutsche Physiker Peter Grünberg (*1939 in Pilsen, Tschechische Republik), Wissenschaftler am Forschungszentrum Jülich sowie Professor an der Universität Köln, entdecken 1987 unabhängig voneinander in speziellen, abwechselnd angeordneten dünnen Schichten aus Metallen wie Eisen und Chrom den technisch sehr bedeutenden Effekt des Riesenmagnetwiderstands, englisch: GMR-Effekt (giant magnetoresistance).
Hintergrund: Der Effekt des Riesenmagnetwiderstandes kann auftreten, wenn zwei ferromagnetische Schichten durch eine nur wenige Nanometer starke nichtmagnetische Schicht getrennt werden. In diesem Fall können geringe Änderungen eines Magnetfeldes starke Änderungen beim elektrischen Widerstand erzeugen. Praktisch nutzbar wird dieser Effekt beim Lesen magnetisch gespeicherter Information, wie sie für Festplatten in Computern vorliegt. Somit wird für Leseköpfe in modernen Festplatten seit 1997 der Effekt des Riesenmagnetwiderstandes, auch kurz GMR-Effekt, genutzt. Dadurch werden sowohl hohe Speicherkapazitäten in Festplatten als auch hohe Lesegeschwindigkeiten ermöglicht.
Weblinks (mit Bildern):
http://nobelprize.org/nobel_prizes/physics/laureates/2007/ (Seite der Nobelstiftung)
http://nobelprize.org/nobel_prizes/physics/laureates/2007/press-ty.html (Pressemeldung der Nobelstiftung)