Archiv für das Tag 'Grameen Bank'

Mit dem Friedensnobelpreis 2006 werden Muhammad Yunus und als Einrichtung die von Yunus gegründete Grameen Bank für die Förderung wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung von unten u.a. mit speziellen Mikrokrediten für Arme, ausgezeichnet.

Der vielfach ausgezeichnete bengalische Volkswirt Muhammad Yunus (*1940 in Chittagong, Bangladesch) ist ein ungewöhnlich einflußreicher Wirtschaftswissenschaftler. Nach dem Studium der Volkswirtschaften in den USA lehrt und forscht Yunus seit 1972 als Professor in Bangladesch an der Universität seiner Heimatstadt Chittagong. Yunus entwickelt die Idee Arme und Kleinstuntrenehmer ohne Chance auf reguläre Bankkredite mit Mikrokrediten zu unterstützen. Dazu gründet er 1983 die Grameen Bank (übersetzt: Dorf-Bank), heute mit Sitz in der Hauptstadt Dhaka und über 20.000 Mitarbeitern. Eine Besonderheit der Grameen Bank ist, dass ihre eigenen Kreditkunden den Großteil (gut 90%) an der Bank halten. Dieses außerordentliche Bank-System wird durch ein spezielles, in der jeweiligen Dorfgemeinschaft verankertes Bürgschaftverhalten auf Vertrauensbasis, das wiederum auf bestätigte Rückzahlungen beruht, aufrecht erhalten.
Das Modell der Grameen Bank funktioniert unerwartet erfolgreich, so dass es heute in vielen Ländern angewandt wird, darunter nicht nur Entwicklungsländer.

Muhammad Yunus, der Gründer der Grameen-Bank (2004)

Muhammad Yunus, der Gründer der Grameen-Bank (2004)

Weblinks (mit Bildern):
http://nobelprize.org/nobel_prizes/peace/laureates/2006/ (Seite der Nobelstiftung)
http://nobelprize.org/nobel_prizes/peace/laureates/2006/press.html (Pressemeldung der Nobelstiftung)
http://www.grameen-info.org/ (Seite der Grameen Bank)