Archiv für das Tag 'Grubbs-Katalysatoren'

Der Nobelpreis für Chemie 2005 ging an die Forscher Yves Chauvin, Robert Grubbs und Richard R. Schrock für die Entwicklungen in der Metathesemethode in der organischen Synthese

Über die Chemienobelpreisträger und die gewürdigten Arbeiten:
Der französische Chemiker Yves Chauvin (* 1930 in Menen, Belgien) vom Institut Franςais du Pétrole klärte den Mechanismus der Olefinmetathese 1970 auf. Die amerikanischen Chemiker Richard R. Schrock (*1945 in Berne, USA) vom Massachusetts Institute of Technology sowie Robert H. Grubbs (*1945 in Calvert City, USA) vom California Institute of Technology (Caltech) entwickelten für die Olefinmetathese besonders geeignete metallorganische Katlaysatoren („Grubbs-Katalysatoren“, „Schrock-Carbene“).
Metathesen sind in der organischen Chemie Reaktionen, bei denen bestimmte Molekülgruppen gegenseitig ausgetauscht werden. Eine der technisch bedeutsamsten Reaktionen dieser Art ist die Olefinmetathese zur Herstellung von Alkenen (Olefinen) in der Petrochemie. Die Olefinmetathese läuft über die besondere chemische Zwischenstufe eines Metall-Carben-Komplexes (als Kurzformel: R2C=M).  Die Beschreibung der Olefinmetathese durch Chauvin und die Entwicklung geeigneter Katalysatoren durch Grubbs und Schrock sind von ausgesprochen hoher wirtschaftlicher Bedeutung.

Weblinks (mit Bildern):
http://web.mit.edu/chemistry/www/faculty/schrock.html (Seite der Arbeitsgruppe von Schrock am MIT)
http://www.cce.caltech.edu/faculty/grubbs/ (Seite der Arbeitsgruppe von Grubbs am Caltech)
http://nobelprize.org/nobel_prizes/chemistry/laureates/2005/ (Seite der Nobelstiftung zum Chemienobelpreis 2005)