Den Nobelpreis für Physik 2006 teilen sich John C. Mather und George F. Smoot für ihre Erforschung der kosmischen Hintergrundstrahlung.
Die zwei amerikanischen Astrophysiker John Cromwell Mather (*1946 in Roamoke, Virg., USA) und George Fitzgerald Smoot (*1951 in Yukon, Flor., USA) kommen von renommierten Universitäten: Mather promoviert in Berkeley und Smoot am MIT (Massachusetts Institute of Technolgy). Beide arbeiten fortan für die NASA (Nationale Luft- und Raumfahrtbehörde der USA) auf dem Gebiet der Teilchenphysik im Rahmen von Untersuchungen zur Urknalltheorie zur Entstehung des Universums. Hierbei spezialisieren sie sich auf die Erforschung der Kosmischen Hintergrundstrahlung. Die experimentellen Messungen dazu erfolgen mit dem NASA-Satelliten COBE („Cosmic Background Explorer“), der 1989 in seine Umlaufbahn geschickt wurde.

Kosmische Hintergrundstrahlung gemessen mit dem Satellit COBE
Hintergrund: Unter der kosmischen Hintergrundstrahlung wird meist die kosmische Hintergrundstrahlung im Mikrowellenbreich verstanden. Diese elektromagnetische Strahlung kann keinen konkreten Quellen zugeordnet werden und wird seit der Entstehung des Universums ausgesendet. Durch die andauernde räumliche Expansion des Universums verschiebt sich die kosmische Hintergrundstrahlung mit der Zeit in den roten Bereich, d.h. in den Mikrowellenbereich, hinein. Diese „Rotverschiebung“ gilt auch als Bestätigung der Urknalltheorie zur Entstehung des Universums.
Weblinks (mit Bildern):
http://nobelprize.org/nobel_prizes/physics/laureates/2006/ (Seite der Nobelstiftung)
http://nobelprize.org/nobel_prizes/physics/laureates/2006/press.html (Pressemeldung der Nobelstiftung)