Der Friedensnobelpreis 2014
geht an Kailash Satyarthi (*1954) aus Indien und Malala Yousafzai (*1997) aus Pakistan für ihren Kampf gegen die Unterdrückung von Kindern und Jugendlichen und für die Rechte aller Kinder auf Bildung.
Kailash Satyarthi (*1954, Vidisha) ist ein indischer Kinderrechtler. Das Nobelpreis-Komittee betont, dass Satyarthi sich in der Tradition Ghandis mit sehr großem persönlichem Mut und mit friedlichen Protestformen und Demonstrationen für die Kinderrechte einsetzt und gegen die Ausbeutung von Kindern (z.B. in Teppichfabriken) kämpft. Satyarthi hat auch wesentlich zu internationalen Vereinbarungen über Kinderrechte beigetragen.
Malala Yousafzai (*1997, Mingora ) aus Pakistan ist trotz ihres jugendlichen Alters bereits weltweit bekannt für ihren Kampf für die Rechte der Mädchen auf Bildung. Mit 11 Jahren schrieb Malala über den Terror der pakistanischen Taliban, die Schulen für Mädchen zerstörten, in einem Blog für den Sender BBC. Die Taliban verbieten den Schulbesuch von Mädchen. Malala ging mutig weiter in die Schule, allein dafür wollte die Taliban das Mädchen 2012 ermorden. Malala überlebte das Attentat auf sie, bei dem das Mädchen durch gezielte Schüsse schwer verletzt wurde. Seit ihrer Genesung setzt sich Malala weiter für die Bildung von Mädchen – nicht nur in islamischen Ländern – ein (vgl. Weblink unten zur UN-Initiative). Malala 2013 vor der UNO: Sie dachten, die Kugeln würden uns zum Schweigen bringen. Aber es ist ihnen nicht gelungen. (…) Das sind unsere mächtigsten Waffen. Ein Kind, ein Lehrer, ein Stift und ein Buch können die Welt verändern. Bildung ist die einzige Lösung. Bildung geht vor. (mehr Text hier)
Malala Yousafzay ist mit 17 Jahren der jüngste Mensch, der mit einem Nobelpreis geehrt wurde.
Die Preisübergabe erfolgt im Rahmen einer großen Feier am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels.
Weblink (mit Bildern):
http://nobelprize.org/nobel_prizes/peace/laureates/2014/ (Seite der Nobelstiftung)
