Archiv für das Tag 'Nobelpreisträger Wirtschaftswissenschaften'

Der Wirtschaftsnobelpreis 2016

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 2016 geht an zwei in den USA forschende Ökonomen, den gebürtigen Briten Oliver Hart (*1948) und an den Finnen Bengt Holmström (*1949) für ihre Beiträge zur Vertragstheorie.

Casanova und Leipzig

*Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften wird erst seit 1969 vergeben und ist eigentlich der Preis der Schwedischen Reichsbank auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften zum Andenken an Alfred Nobel. Dieser Preis wurde zum 300-jährigen Bestehen der Schwedischen Reichsbank von ihr 1968 gestiftet (und 1969 erstmals vergeben).

Die Preisübergabe erfolgt im Rahmen einer großen Feier am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels.

Das Preisgeld beträgt dieses Jahr 8 Mio. Schwedische Kronen (ca. 830.000 EUR).

Weblink (mit Bildern):
http://nobelprize.org/nobel_prizes/economics/laureates/2016/ (Pressemitteilung der Nobelstiftung)

Website von Oliver Hart an Harvard

Website von Bengt Holmström an MIT

Stockholm, 14. Oktober 2013

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften* wurde bekanntgegeben, der letzte Preis in der Nobelpreiswoche 2013.

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 2013 geht an die drei US-Wirtschaftswissenschaftler Eugene F. Fama (*1939, Boston), Lars Peter Hansen (*1952, Urbana, Ill.) und Robert J. Shiller (*1946, Detroit) für ihre empirische Analyse der Preisentwicklung von Wertpapieren.

Der diesjährige Nobelpreis gilt der Beobachtung und Analyse der Preisbildung (auch Zinsentwicklung, Volatilität) an Finanzmärkten, also von Aktien, Immobilien und anderen Anlagen, die an Börsen gehandelt werden.

Die Arbeiten der drei Nobelpreisträger wurden zuvor bereits mehrfach mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet.

Insbesondere Robert Shiller ist mit seinen Warnungen vor bedrohlichen Blasen in der Aktien- und Immobilienpreisentwicklung auch in der Öffentlichkeit bekannt geworden, so warnte er z.B. vor der New-Economy-Blase (2000) und auch vor der Immobilienblase in den USA, die zur – derzeit noch bestehenden – Finanzkrise 2008 führte. Seine Forschungsergebnisse eignen sich auch zum besseren Verständnis der Volatilität von Aktien.

Die von den ausgezeichneten Wirtschaftswissenschaftlern entwickelten Modelle zur Analyse der Preisentwicklung von Anlagen sind beispielsweise die in der Fachwelt bekannten Modelle Capital Asset Prizing Model oder auch Fama-French-Dreifaktorenmodell. Fondsmanager nutzten Faktoren aus diesen empirischen Modellen zur Vorhersage der Entwicklung der von ihnen verwalteten Aktien an der Börse.

*Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften wird erst seit 1969 vergeben und ist eigentlich der Preis der Schwedischen Reichsbank auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften zum Andenken an Alfred Nobel. Dieser Preis wurde zum 300-jährigen Bestehen der Schwedischen Reichsbank von ihr 1968 gestiftet (und 1969 erstmals vergeben).

Die Preisübergabe erfolgt im Rahmen einer großen Feier am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels.

Das Preisgeld beträgt dieses Jahr ca. 930.000 EUR.

Weblink (mit Bildern):
http://nobelprize.org/nobel_prizes/economics/laureates/2013/ (Seite der Nobelstiftung)

http://larspeterhansen.org/ (Seite von Hansen an der Universität Chicago)

http://www.econ.yale.edu/~shiller/ (Seite von Shiller an der Universität Yale)

http://www.chicagobooth.edu/faculty/directory/f/eugene-f-fama (Seite von Fama an der Chicago Booth Scholl of Buisiness)

Stockholm, 15. Oktober 2012

heute wurde um 13:00 Uhr der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften* bekanntgegeben. Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 2012 geht an die beiden US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Alvin E. Roth (*1951) und Lloyd S. Shapley (*1923).

Die beiden Ökonomen erhalten den Nobelpreis für ihre Theorie stabiler Verteilungen und zu der Praxis der Beschaffenheit von Märkten.
Alvin E. Roth (*1951. NYC, NY) ist Professor für Wirtschaftswissenschaften an der renommierten Universität Harvard. Er erforscht die Strukturen von Märkten u.a. mit der Methode der Spieltheorie.
Lloyd S. Shapley (*1923, Cambridge, Massachusetts, USA) ist Wirtschaftsmathematiker mit einem Schwerpunkt auf dem Gebiet der Spieltheorie. Er forschte zuletzt an der University of California in Los Angeles.

Hintergrund: Die von der Spieltheorie geprägten Untersuchungen und die dabei von Roth und Shapley sowie dem verstorbenen Ökonom David Gale (1921-2008) entwickelten Algorithmen, insbesondere der sogenannte Gale-Shapley-Algorithmus für passende Zuteilungen, dienen der Steuerung (und Optimierung) des Zusammenspiels verschiedener Partner, z.B. zwischen Akteuren im Markt, also zwischen Kunden (Käufern) und Anbietern (Verkäufern) von Produkten und Dienstleistungen, aber auch auf anderen Gebieten, etwa zwischen Patient und Arzt, zwischen Schüler und Lehrer, zwischen Student und Universität, ja sogar zwischen Mann und Frau als Partner. Dieses Auffinden optimaler, stabiler Zuteilungen wird auch „stable marriage problem“ genannt.

*Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften wird erst seit 1969 vergeben und wird offiziell als Preis der Reichsbank Schwedens auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften zum Andenken an Alfred Nobel bezeichnet. Das Preisgeld beträgt dieses Jahr ca. 930.000 EUR.

Die Preisübergabe erfolgt im Rahmen einer großen Feier am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels.

Weblink (mit Bildern):
http://nobelprize.org/nobel_prizes/economics/laureates/2012/ (Seite der Nobelstiftung)

Den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 2007 teilen sich Leonid Hurwicz, Eric S. Maskin und Roger B. Myerson. Alle drei werden für ihre „Entwicklung der Grundlagen des Mechanischen Designs“ geehrt.

Die drei Nobelpreisträger sind alle amerikanische Wirtschaftswissenschaftler. Leonid Hurwicz (*1917 in Moskau; †2008 in Minneapolis, Minnesota, USA) hat polnische Eltern. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften, anschließend der Physik sowie einer intensiven musikalischen Ausbildung am Konservatorium in Warschau besucht Hurwicz während der 1930iger Jahre in Großbritannien die London School of Economics. Ab 1940 arbeitet er in den USA, dort ist er Gastprofessor u.a. an der Harvard University in Cambridge (Mass.) und an der Standford University (Kalifornien). Hurwicz entwickelt Regeln in der ökonomischen Entscheidungstheorie, die nach ihm Hurwicz-Regeln oder Optimismus-Pessimismus-Regeln genannt werden. Mit seinen Arbeiten auf dem Gebiet der Entscheidungstheorie gilt Hurwicz auch als Begründer der Theorie des heute sogenannten „Mechanischen Designs“, ein Teilgebiet der ökonomischen Spieltheorie, das mit mathematischen (gruppentheoretischen) Methoden die Merkmale des Zusammenspiels (bzw. der Kooperation) verschiedener Teilnehmer im Markt untersucht.
Eric Stark Maskin (*1950 in New York City) schließt sein Studlium in Mathematik an der Harvard University in Cambridge (Mass.) ab, geht anschließend an die Standford University (Kalifornien) und wird schließlich Professor an der ebenfalls höchst renommierten Princeton University in Princeton (New Jersey). Mit seinen mathematischen Forschungsbeiträgen trägt Maskin wesentlich zur Weiterentwicklung der Theorie des Mechanischen Designs bei.
Roger Bruce Myerson (*1951 in Boston, Mass., USA) ist wie Maskin Mathematiker und Harvard-Absolvent. Er wirkt jeweils zeitweise an verschiedenen Universitäten als Gastprofessor. Myerson forscht auf dem Gebiet der Spieltheorie und trägt ebenfalls zur Entwicklung der Theorie des Mechanischen Designs bei.

Weblinks (mit Bildern):
http://nobelprize.org/nobel_prizes/economics/laureates/2007/ (Seite der Nobelstiftung)
http://nobelprize.org/nobel_prizes/economics/laureates/2007/press.html (Pressemeldung der Nobelstiftung)
http://de.wikipedia.org/wiki/Mechanismen-Entwurf (Wikipedia-Artikel zum Mechanistischen Design)