Archiv für das Tag 'Ramakrishnan'

Den Chemienobelpreis 2009 erhielten die Forscher Venkatraman Ramakrishnan, Thomas A. Steitz und Ada Yonath für die Strukturaufklärung eines Ribosoms aus Bakterienzellen in atomarer Auflösung mittels sehr aufwändiger Röntgenstrukturanalysen sowie für Untersuchungen zur Funktion von Ribosomen.

Über die Chemienobelpreisträger und die gewürdigten Arbeiten:
Der am englischen Medical Research Council in Cambridge forschende  indisch-amerikanische Strukturbiologe Venkatraman Ramakrishnan (*1952 in Chidambaran, Indien), der an der Yale-University tätige amerikanische Chemiker Thomas A. Steitz (*1940 in Milwaukee, USA)  sowie die zuletzt am DESY in Hamburg forschende israelische Spezialistin für Kristallisationstechniken Ada Yonath (*1939 in Jerusalem, Israel) erhielten den Chemienobelpreis 2009 zu gleichen Teilen für ihre Forschungsergebnisse zur Struktur und Funktion von Ribosomen.

Ausschnitt struktureller Aufbau eine Ribosoms aus Bakterienzellen

Ausschnitt zeigt schematisch strukturellen Aufbau eines Ribosoms

Ribosomen sind ausgesprochen komplexe, makromolekulare Gebilde, die biochemisch gesehen etwa zu einem Drittel aus Proteinen und zu etwa zwei Dritteln aus RNA, den Ribonukleinsäuren, bestehen. Ribosomen befinden sich an verschiedenen Orten in den Zellen und spielen eine für das Leben zentrale Rolle, weil sich an ihnen der fundamentale Prozess der Proteinbiosynthese abspielt.  Dabei wird die von der DNA (Desoxyribonukleinsäuren) auf die Boten-RNA (mRNA) kopierte genetische Information in den Aufbau von Aminosäurenketten, der Basis aller Proteine, übersetzt (Fachbegriff: Translation).

Weblinks (mit Bildern):

http://nobelprize.org/nobel_prizes/chemistry/laureates/2009/ (Information der Nobelstiftung zum Chemienobelpreis 2009)