Der Chemienobelpreis 2008 ging an die Forscher Osamu Shimomura, Martin Chalfie und Roger Tsien für die Entdeckung, die biochemische Erforschung und die zellbiologische Nutzung des leuchtenden Qualleneiweißes GFP (Grün Fluoreszierendes Protein).
Über die Chemienobelpreisträger und die gewürdigten Arbeiten:
Der japanische Biochemiker Osamu Shimomura (*1928) entdeckte bereits 1961 in der Qualle Aquorea victoria ein spezielles Protein, dass im UV-Licht intensiv grün fluoresziert. Nach dieser grünen Fluoreszenz wird dieses Protein auch kurz GFP-Protein genannt.
Die amerikanische Biologen Martin Chalfie (*1947) und Roger Tsien (*1952) nutzten das GFP-Protein als Leuchtmarker und damit als ein heute unentbehrliches Werkzeug in der Zellbiologie. Dabei wird mittels gentechnischer Methoden unter Mitwirkung sogenannter Reportergene die GFP-Proteindomäne so mit anderen Proteinen fusioniert, dass zum Beispiel das An- und Abschalten von Genen in Zellen per GFP-Leuchtmarker beobachtet werden kann. Man kann mit dem GFP-Protein sogar ganze Tiere zum Leuchten bringen.
Weblinks (mit Bildern):
http://www.conncoll.edu/ccacad/zimmer/GFP-ww/shimomura.html (Seite über Shimomura und das GFP-Protein am Connectitut College)
http://www.conncoll.edu/ccacad/zimmer/GFP-ww/chalfie.html (Seite über Chalfie und das GFP-Protein am Connectitut College)
http://www.conncoll.edu/ccacad/zimmer/GFP-ww/tsien.html (Seite über Tsien und das GFP-Protein am Connectitut College)

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