Den Nobelpreis für Physik 2008 erhielt zur einen Hälfte Yōichirō Nambu für die Entdeckung des Konzepts der spontan gebrochenen Symmetrie in der Teilchenphysik. Die andere Häfte des Preises ging an Makoto Kobayashi und Toshihide Masukawa für die Entdeckung des Ursprungs der gebrochenen Symmetrie, welche die Existenz von mindestens drei Quarkfamilien voraussagt.
Der vielfach ausgezeichnete japanisch-amerikanische Physiker Yōichirō Nambu (*1921 bei Tokio, Japan) setzt nach seiner Promotion an der Universität in Tokio seine theoretisch-physikalischen Studien an der University of Chicago fort. Nambu formuliert das in der theoretischen Physik außerordentlich bedeutsame mathematische Konzept der spontanen Symmetriebrechung, das bestimmte Energiezustände von Teilchen zu beschreiben vermag. Nambu erarbeitet auch das Konzept der Farbladung für Quarks (vgl. Physiknobelpreis 2004) und gilt als einer der Väter der Stringtheorie. Die japanischen Physiker Makoto Kobayashi (*1944 in Nagoya, Japan), Wissenschaftler am Teilchenbeschleuniger in Tsukuba, und Toshihide Masukawa (*1940 in Nagoya, Japan), Professor für theoretische Physik an der Universität von Kyōto, sagen zu Anfang der 1970iger Jahre mit Hilfe der gebrochenen Symmetrie im Standardmodell der Teilchenphysik die Existenz von Quarks der 3. Generation voraus, das sogenannte Bottom-Quark und das Top-Quark, deren Existenz Jahre später auch experimentell bestätigt wird.
Man vergleiche mit dem Nobelpreis für Physik 2013.
Weblinks (mit Bildern):
http://nobelprize.org/nobel_prizes/physics/laureates/2008/ (Seite der Nobelstiftung)
http://nobelprize.org/nobel_prizes/physics/laureates/2008/press.html (Pressemeldung der Nobelstiftung)