Archiv für das Tag 'V. S. Naipaul'

Der Literaturnobelpreis 2001 geht an V. S. Naipaul für sein schriftstellerisches Gesamtwerk. In der Begründung für diese höchste Auszeichnung wird Naipuls „hellhöriges Erzählen und unbestechliches Beobachten” hervorgehoben.

Der antillische Schriftsteller Vidiadhar Surajprasad Naipaul (*1932 auf Trinidad, Antillen, Inselstaat Trinidad-Tobago) lebt seit 1950 in England. Naipauls Vater war Journalist, seine Familie gehört zu der Bevölkerungsgruppe auf Trinidad, die ursprünglich aus Indien stammt. Naipaul wird Schriftsteller, dessen Schriften von den vielen Ländern inspiriert werden, die er in seinem Leben bereist.  So behandeln seine Romane, teilweise mit biografischen Aspekten und oft sehr kritisch, die gesellschaftspolitische Situation und historisch-religiöse Einflüsse in den Ländern der Karibik, in Indien oder im Iran. Indien ist Thema mehrerer Romane, etwa in Land der Finsternis (1964), Indien, eine verwundete Zivilisation (1977) oder in  Indien: Land des Aufruhrs (1990). Naipul wird 1971 mit dem renommierten Booker-Preis geehrt.

Werke: (eine Auswahl, deutsche Titel, in Klammern: Erscheinungsjahr): Der mystische Masseur (1957), Ein Haus für Mr. Biswas (1961),  Land der Finsternis (1964), Eine islamische Reise (1981), Indien: Land des Aufruhrs (1990), Abschied von Eldorado. Eine Kolonialgeschichte (2003) sowie zuletzt Magische Saat (2005).

Weblinks (mit Bildern):
http://nobelprize.org/nobel_prizes/literature/laureates/2001/ (Seite der Nobelstiftung)
http://nobelprize.org/nobel_prizes/literature/laureates/2001/naipaul-lecture-g.html (Nobelvortrag von  Naipauls bei der Nobelstiftung)
http://www.perlentaucher.de/autoren/7772/VS_Naipaul.html (Rezensionen auf perlentaucher.de)