Der Friedensnobelpreis 2008 geht an Martti Ahtisaari, der damit u.a. für seinen „langjährigen, weltweiten Einsatz zur Lösung bewaffneter Konflikte“ ausgezeichnet wird.
Den finnischen Diplomat Martti Ahtisaari (*1937 in Viipuri, damals Finnland, heute Russland) zieht es früh in Länder der sogenanten Dritten Welt. So geht Ahtisaari nach einer Lehrerausbildung zu einer Art Auslandsreferendariat nach Pakistan. Später tritt er in den diplomatischen Dienst Finnlands und wird Botschafter in verschiedenen afrikanischen Ländern. In den 1970iger Jahren wird Ahtisaari erstmals Beauftragter der UNO für die damalige Konfliktregion Namibia. Fortan arbeitet er als Diplomat für die UNO. 1994 wird der beliebte Sozialdemokrat zum Präsidenten Finnlands gewählt, im Jahr 2000 tritt er in dieser Funktion ab. Anschließend arbeitet er wieder für die UNO als Diplomat für Verhandlungen in verschiedenen Konfliktregionen der Welt. 2007 engagiert er sich in den Fragen zum staatsrechtlichen Status in der von Krieg und Vertreibung geprägten, ehemals jugoslawischen und teilautonomen Region Kosovo.
In seinem Nobelvortrag sagt Ahtisaari: Peace is a question of will.
Weblinks (mit Bildern):
http://nobelprize.org/nobel_prizes/peace/laureates/2008/ (Seite der Nobelstiftung)
http://nobelprize.org/nobel_prizes/peace/laureates/2008/ahtisaari-lecture_en.html (Nobelvortrag von Ahtisaari bei der Nobelstiftung)
Der Friedensnobelpreis 2009 geht an Barack Obama, der damit u.a. für „seine Bemühungen zur Stärkung der internationalen Diplomatie“ ausgezeichnet wird.
Der 44. Präsident der USA Barack Hussein Obama (*1961 in Honolulu, Hawaii, USA) zeichnet sich während des Wahlkampfes 2007-2008 als Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei durch sein charismatisches Auftreten aus. Sein Wahlkampf wird durch inzwischen berühmt gewordene Slogans we Change und Yes we can geprägt (s.u. Video-Link zur Wahlkampfrede in New Hampshire).
Obamas Vater stammt aus Kenia, seine Mutter ist Amerikanerin, damit ist Obama der erste afroamerikanische Präseident der USA, womit insbesondere bei der afroamerikanischen Bevölkerung viele Hoffnungen auf bessere soziale Chancen in den USA verknüft sind.
Obama studiert zunächst Politikwissenschaften und beendet sein Studium der Rechtswissenschaften an der renommierten Harvard Law School in Cambridge (Massachusetts). Seine politische Laufbahn beginnt für die Demokraten in Chicago, 1996 wird er in den Senat von Illinois gewählt. Sein politisches Wirken zeichnet sich durch sein Engagement für die sozial schlechter gestellte Bevölkerung und für die Rechte der Minderheiten aus. Ein ganz besonderes Anliegen Obamas ist die Einführung einer Krankenversicheung, die für jeden zugänglich ist. Er wird von der Demokratischen Partei 2007 zu ihrem Präsidentschaftskandidaten gewählt.
Obama zieht im Januar 2009 mit seiner ebenfalls charismatischen Frau Michelle Obama und ihren Kindern ins Weiße Haus. Als 44. US-Präsident setzt sich Obama zunächst mit massiven Subventionen für die Lösung der Finanzkrise ein, er wirbt für die Einführung einer allgemein, d.h. auch für Arme zugänglichen Krankenversicherung und die Förderung umweltfreundlicher Energieerzeugung in den USA. Außenpolitisch visiert Obama u.a. den vollständigen Truppenrückzug aus dem Irak und die im Wahlkampf versprochene Auflösung des rechtswidrigen Sondergefängnisses in Guantanamo an.

Senatsmitglieder Barack Obama (rechts) mit Richard Luger (links) 2008 bei einem Besuch in Russland
Video: Rede des Präsidentschaftskandidaten Obama in Nashua, New Hampshire auf youtube
Weblinks (mit Bildern):
http://nobelprize.org/nobel_prizes/peace/laureates/2009/ (Seite der Nobelstiftung)
http://nobelprize.org/nobel_prizes/peace/laureates/2009/obama-lecture_en.html (Nobelvortrag von Obama bei der Nobelstiftung)