In Stockholm wurden am 25. September 2014 fünf Persönlichkeiten mit dem Alternativen Nobelpreis 2014 – dem Right Livelihood Award – ausgezeichnet. Die Preisträger sind 2014:
Edward Snowden (USA) wird mit dem Ehrenpreis des Alternativen Nobelpreises ausgezeichnet „für den Mut und das Geschick bei der Aufdeckung des beispielllosen Ausmaßes an staatlicher Überwachung, die grundlegende demokratische Prozesse und wichtigste Verfassungsgrundsätze verletzt„.

Snowden-Plakat an einer Wand (Foto: A.Bach, Berlin)
Edward Snowden (*1983) war als Computerfachmann Mitarbeiter US-amerikanischer Geheimdienste, zunächst bei der CIA, dann bei der NSA. Im Jahr 2013 entschloss sich Snowden, die für die Menschheit hochgefährliche, demokratiefeindliche und menschenrechtswidrige Überwachung unbescholtener Bürger durch amerikanische und britische Geheimdienste zu veröffentlichen. Dazu kontaktierte er Journalisten der Washington Post und des englischen Guardian und traf sich im Mai 2013 in Hongkong mit den Guardian-Journalisten Glenn Greenwald und Ewan MacAskill sowie der Filmemacherin Laura Poitras. Seitdem werden in Etappen Enthüllungen über die bis dahin völlig unvorstellbare Dimension der Überwachung der Bürger durch staatliche Geheimdienste veröffentlicht. Snowden lebt seitdem im Exil in Moskau. Pressemitteilung des Right Livilihood Award zu Snowden.
Charles Alan Rusbridger (*1953) (GB) teilt sich den Ehrenpreis des Alternativen Nobelpreises mit Edward Snowden. Rusbridger ist Herausgeber der Zeitung „The Guardian“, den Alternativen Nobelpreis bekommt er für den Aufbau einer digital und global agierenden Medienorganisation, die sich einem verantwortlichen Journalismus verpflichtet sieht und unerschrocken gegenüber Druck von Konzernen und Staaten auftritt. Pressemitteilung des Right Livilihood Award zu Rusbridger.
Die drei weiteren mit dem Preisgeld bedachten Preisträger des Alternativen Nobelpreises sind:
Asma Jahangir (Pakistan), wird „für ihren unermüdlichen Einsatz für die Verteidigung, den Schutz und die Förderung der Menschenrechte in Pakistan unter schwierigsten Bedingungen und unter hohem persönlichem Risiko“ mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Jahangir (*1952) arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich als Menschenrechtsanwältin in Pakistan und begründete hier auch eine bedeutende Organisation für Rechtshilfe. Pressemitteilung des Right Livilihood Award zu Jahhangir.
Basil Fernando (Hongkong) wird ebenfalls für seine unermüdliche Arbeit an der Stärkung der Menschenrechte in Asien mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Hier setzt sich der Menschenrechtler bereits seit 30 Jahren für dieses Ziel ein. Basis Fernando (*1944) ist ausgebildeter Jurist und war viele Jahre der Leiter der Asian Human Rights Commission. Pressemitteilung zu Fernando.
Bill McKibben (USA) gelang es, große Aufmerksamkeit für den globalen Klimawandel zu erzeugen, insbesondere in den USA. Dafür wird McKibben mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. McKibben (*1960) gründete dazu die Organsiation 350.org. Pressemitteilung zu McKibben.
Das Preisgeld beträgt 2014 insgesamt ca. 165.000 €. Der Alternative Nobelpreis wird von der Stiftung Right Livelihood Foundation, die 1980 von Jakob von Uexküll gegründet wurde, vergeben. Hier steht der Artikel zum Alternativen Nobelpreis 2012.
Weitere Weblinks:
http://www.rightlivelihood.org/ Homepage der Right Livelihood Foundation
http://www.rightlivelihood.org/the_founder.html – Informationen über den Gründer des Alternativen Nobelpreises Jakob von Uexküll