Den Nobelpreis für Physik 2005 erhielt zur einen Hälfte Roy J. Glauber für seine quantentheoretische Betrachtung der optischen Kohärenz. Die andere Häfte des Preises ging an John Lewis Hall und Theodor Hänsch für ihre Beiträge zur Entwicklung der laserbasierten Präzisionsspektroskopie, einschließlich der Technik des optischen Frequenzkamms.
Der amerikanische Physiker Roy Jay Glauber (*1914 in New York City) arbeitete als junger Wissenschaftler während des 2. Weltkriegs am Manhattan Projekt (Projekt zur Entwicklung der amerikanischen Atombombe) mit. Er promoviert in Harvard, wo er später auch als Professor lehrt, über Quantenfeldtheorie. Schließlich forscht Glauber an der University of Arizona als Spezialist auf dem Gebiet der Quantenoptik. Die Physiker John Lewis Hall (*1934 in Denver, Col. , USA), Physikprofessor an der University of Colorado, und Theodor Hänsch (*1941 in Heidelberg, Deutschland), zeitweise Professor für Laserphysik und Quantenoptik an der Stanford University sowie zuletzt mit Lehrstuhl an der LMU München, gelten als Pioniere der experimentellen Laserphysik. Nach Angaben bei Wikipedia gehören der Nobelpreisträger Carl Wieman (vgl. Physiknobelpreis 2001) und der Apple-Mitgründer Steve Jobs zu den Schülern von Hänsch.
Hintergrund: Das Gebiet der Quantenoptik berücksichtgt die Quanteneigenschaften, d.h. die Teilcheneigenschaft, elektromagnetischer Strahlung. Laserlicht besteht aus einer monochromatischen, kohärenten (phasengleichen) Strahlung. Mit dem Frequenzkamm von Hänsch sind sehr exakte Frequenzbestimmungen elektromagnetischer Strahlung möglich geworden. Große technische Bedeutung hat dieser Frequenzkamm beispielsweise bei der Optimierung der Datenübertragung in Lichtleitern sowie bei der satellitengestützten GPS-Positionsbestimmung.
Weblinks (mit Bildern):
http://nobelprize.org/nobel_prizes/physics/laureates/2005/ (Seite der Nobelstiftung)
http://nobelprize.org/nobel_prizes/physics/laureates/2005/press-ge.html (Pressemeldung der Nobelstiftung)