Stockholm, 10. Oktober 2011 um 13:00 Uhr – Die Nobelpreiswoche ist mal wieder vorbei!

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften* geht 2011 an die US-Ökonomen Christopher A. Sims (*1942, Washington, D.C.) von der Princeton University und Thomas J. Sargent (*1943, Pasadena, Kalifornien) von der New York University. Die beiden Wissenschaftler werden für ihre empirischen Untersuchungen zu Ursache und Wirkung in der Makroökonomie ausgezeichnet.

Wie so oft geht es darum, zu verstehen, wie Wirtschaft eigentlich funktioniert. Eine der Fragestellungen in der Forschung von Sargent und Sims lautete: Wie wird das Bruttoinlandsprodukt, also das BIP, und die Inflation tatsächlich, d.h. kurz-, mittel- und langfristig, von politischen Maßnahmen wie Zins- und Steuersenkungen beeinflusst. Der besondere Ansatz von Sargent zur Beantwortung dieser komplexen Wechselwirkungen liegt nun auch in der empirischen Auswertung historischer Daten. Sims fokussiert seine Untersuchungen auf die Effekte aus nicht erwarteten Änderungen bestimmter Variablen, etwa plötzlicher Zinsänderungen, auf die Gesamtwirtschaft.

*Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften wird erst seit 1969 vergeben und wird offiziell als Preis der Reichsbank Schwedens auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften zum Andenken an Alfred Nobel bezeichnet. Das Preisgeld beträgt ca. 1,1Mio EUR.

Die Preisübergabe erfolgt im Rahmen einer großen Feier am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels.

Weblink (mit Bildern):
http://nobelprize.org/nobel_prizes/economics/laureates/2011/ (Seite der Nobelstiftung)