Archiv für das Tag 'Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften'

Stockholm, 15. Oktober 2012

heute wurde um 13:00 Uhr der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften* bekanntgegeben. Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 2012 geht an die beiden US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Alvin E. Roth (*1951) und Lloyd S. Shapley (*1923).

Die beiden Ökonomen erhalten den Nobelpreis für ihre Theorie stabiler Verteilungen und zu der Praxis der Beschaffenheit von Märkten.
Alvin E. Roth (*1951. NYC, NY) ist Professor für Wirtschaftswissenschaften an der renommierten Universität Harvard. Er erforscht die Strukturen von Märkten u.a. mit der Methode der Spieltheorie.
Lloyd S. Shapley (*1923, Cambridge, Massachusetts, USA) ist Wirtschaftsmathematiker mit einem Schwerpunkt auf dem Gebiet der Spieltheorie. Er forschte zuletzt an der University of California in Los Angeles.

Hintergrund: Die von der Spieltheorie geprägten Untersuchungen und die dabei von Roth und Shapley sowie dem verstorbenen Ökonom David Gale (1921-2008) entwickelten Algorithmen, insbesondere der sogenannte Gale-Shapley-Algorithmus für passende Zuteilungen, dienen der Steuerung (und Optimierung) des Zusammenspiels verschiedener Partner, z.B. zwischen Akteuren im Markt, also zwischen Kunden (Käufern) und Anbietern (Verkäufern) von Produkten und Dienstleistungen, aber auch auf anderen Gebieten, etwa zwischen Patient und Arzt, zwischen Schüler und Lehrer, zwischen Student und Universität, ja sogar zwischen Mann und Frau als Partner. Dieses Auffinden optimaler, stabiler Zuteilungen wird auch „stable marriage problem“ genannt.

*Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften wird erst seit 1969 vergeben und wird offiziell als Preis der Reichsbank Schwedens auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften zum Andenken an Alfred Nobel bezeichnet. Das Preisgeld beträgt dieses Jahr ca. 930.000 EUR.

Die Preisübergabe erfolgt im Rahmen einer großen Feier am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels.

Weblink (mit Bildern):
http://nobelprize.org/nobel_prizes/economics/laureates/2012/ (Seite der Nobelstiftung)

Stockholm, 10. Oktober 2011 um 13:00 Uhr – Die Nobelpreiswoche ist mal wieder vorbei!

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften* geht 2011 an die US-Ökonomen Christopher A. Sims (*1942, Washington, D.C.) von der Princeton University und Thomas J. Sargent (*1943, Pasadena, Kalifornien) von der New York University. Die beiden Wissenschaftler werden für ihre empirischen Untersuchungen zu Ursache und Wirkung in der Makroökonomie ausgezeichnet.

Wie so oft geht es darum, zu verstehen, wie Wirtschaft eigentlich funktioniert. Eine der Fragestellungen in der Forschung von Sargent und Sims lautete: Wie wird das Bruttoinlandsprodukt, also das BIP, und die Inflation tatsächlich, d.h. kurz-, mittel- und langfristig, von politischen Maßnahmen wie Zins- und Steuersenkungen beeinflusst. Der besondere Ansatz von Sargent zur Beantwortung dieser komplexen Wechselwirkungen liegt nun auch in der empirischen Auswertung historischer Daten. Sims fokussiert seine Untersuchungen auf die Effekte aus nicht erwarteten Änderungen bestimmter Variablen, etwa plötzlicher Zinsänderungen, auf die Gesamtwirtschaft.

*Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften wird erst seit 1969 vergeben und wird offiziell als Preis der Reichsbank Schwedens auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften zum Andenken an Alfred Nobel bezeichnet. Das Preisgeld beträgt ca. 1,1Mio EUR.

Die Preisübergabe erfolgt im Rahmen einer großen Feier am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels.

Weblink (mit Bildern):
http://nobelprize.org/nobel_prizes/economics/laureates/2011/ (Seite der Nobelstiftung)